Simone Felischak: Vom Leben mit Rudi Carrell zurück in die Gastronomie

Simone Felischak, nach ihrer Hochzeit meist Simone Carrell genannt, wurde als dritte und letzte Ehefrau von Rudi Carrell öffentlich bekannt. Wer heute nach ihr sucht, stößt allerdings auf mehr als die Geschichte einer Prominenten-Ehe: Felischak arbeitete schon vor Carrell in Hotellerie und Gastronomie und kehrte nach seinem Tod genau dorthin zurück. Aus einem Neustart in Hamburg wurde eine berufliche Verbindung, die mindestens bis Ende 2024 dokumentiert ist.

FaktÖffentlich belegter Stand
NameSimone Felischak; nach der Hochzeit Simone Carrell
HerkunftMagdeburg
Geburtsjahr1970
Beruflicher Hintergrundgelernte Köchin, Gastronomie und Hotellerie
Bekannt durchEhe mit Rudi Carrell
Hochzeit7. Februar 2001 in Australien
Ehebis zu Carrells Tod am 7. Juli 2006
Gemeinsame Kinderkeine öffentlich dokumentiert
Spätere TätigkeitRestaurantleiterin, später Oberkellnerin im Fischereihafen Restaurant Hamburg
Letzter direkt dokumentierter BerufsstandOberkellnerin, Dezember 2024

Die Altersangaben aus verschiedenen Jahren passen konsistent zu einem Geburtsjahr 1970: 2001 wurde Felischak als 30-Jährige, 2018 als 47-Jährige, 2023 als 53-Jährige und Ende 2024 als 54-Jährige bezeichnet.

Wer ist Simone Felischak?

Simone Felischak stammt aus Magdeburg. Bevor ihre Beziehung zu Rudi Carrell öffentlich wurde, arbeitete sie in Bad Griesbach im Hotelbereich. Der Tagesspiegel berichtete im März 2001, dass sie dort beschäftigt gewesen sei; Felischak selbst erklärte 2018, sie komme aus der Gastronomie und habe Köchin gelernt.

Damit ist ihr späterer Berufsweg in Hamburg weniger ein völliger Karrierewechsel als eine Rückkehr zu ihren fachlichen Wurzeln. Eine eigene Laufbahn als Moderatorin, Schauspielerin oder sonstige Fernsehpersönlichkeit ist nicht dokumentiert.

Beim Geburtsdatum lohnt sich Genauigkeit. Im Netz wird häufig der 8. Mai 1970 genannt, unter anderem in biografischen Sekundärquellen. Die zeitgenössischen und direkten Pressequellen, die sich überprüfen lassen, bestätigen durch ihre Altersangaben zuverlässig das Jahr 1970, nennen den konkreten Geburtstag jedoch nicht. Wer streng zwischen Primär- und Sekundärbeleg unterscheidet, sollte deshalb das Geburtsjahr als gesichert behandeln und beim exakten Datum vorsichtiger formulieren.

Wann lernte Simone Felischak Rudi Carrell kennen? Die Quellen widersprechen sich

Unstrittig ist der Ort: Simone Felischak und Rudi Carrell kamen über das Golfspielen in Bad Griesbach im Rottal miteinander in Kontakt. Beim Jahr ihrer ersten Begegnung entsteht dagegen ein bemerkenswerter Widerspruch.

Als Carrell 2001 seine Hochzeit bestätigte, sagte er laut Tagesspiegel, beide hätten sich zu diesem Zeitpunkt seit fünf Jahren gekannt. Das deutet ungefähr auf 1995 oder 1996. Simone Carrell erinnerte sich 2018 gegenüber BILD dagegen an ein erstes gemeinsames Golfspiel bereits 1992.

Viele spätere Biografien nennen wiederum 1995, ohne diesen Unterschied zu erklären. Sicher belegt sind daher Bad Griesbach und das Golfspiel; ein zweifelsfreies Kennenlernjahr lässt sich aus den direkten Aussagen nicht ableiten. Gerade bei Simone Felischak zeigt sich hier, warum voneinander abgeschriebene Kurzbiografien problematisch sein können.

Die überraschende Hochzeit in Australien

Am 7. Februar 2001 heirateten Simone Felischak und Rudi Carrell in Australien. Öffentlich bekannt wurde die Eheschließung erst Wochen später. Der Tagesspiegel berichtete am 31. März über Carrells Bestätigung und beschrieb Felischak damals als 30-jährige Magdeburgerin.

Für den damals 66-jährigen Entertainer war es die dritte Ehe. Der Altersunterschied zwischen beiden betrug rund 35 Jahre. Die Verbindung dauerte bis zu Carrells Tod 2006.

Gemeinsame Kinder von Simone und Rudi Carrell sind nicht öffentlich dokumentiert. Carrell hatte bereits drei Kinder aus seinen früheren Ehen: Annemieke und Caroline aus der Ehe mit Truus de Vries sowie Alexander aus der Ehe mit Anke Bobbert.

Rudi Carrells Tod wurde zum Wendepunkt

Rudi Carrell litt seit 2005 an Lungenkrebs. Bei der Goldenen Kamera am 2. Februar 2006 in Berlin trat er ein letztes Mal öffentlich auf; der NDR bezeichnet diesen Abend als seinen letzten öffentlichen Auftritt. Er starb am 7. Juli 2006 im Klinikum Bremen-Ost.

Simone erinnerte sich 2024 besonders an die Goldene Kamera: Sie berichtete, Carrell habe bereits gewusst, dass dies sein Abschied vom Fernsehen sein würde. Nach seiner Rede sei er zu ihr gekommen und habe sie umarmt.

Auch geschäftlich tauchte ihr Geburtsname nach seinem Tod noch auf. Ein Anbieter, der Handelsregisterbekanntmachungen zusammenführt, verzeichnet Simone Felischak ab Mai 2007 als Liquidatorin der Rudi Carrell GmbH. Im Februar 2008 schied sie aus dieser Funktion aus; anschließend wurde Carrells Tochter Annemieke Kesselaar-Klar eingetragen.

Der eigentliche Neustart: zurück in den Service

2008 begann der Lebensabschnitt, der Simone Felischaks eigenen beruflichen Weg am deutlichsten beschreibt. Sie zog nach Hamburg und nahm eine Stelle im Fischereihafen Restaurant an. Im Februar wurde ihr Einstieg als Restaurantleiterin angekündigt.

Das Restaurant war ihr nicht fremd. Simone erzählte damals, dass sie dort bereits im Herbst 2000 gemeinsam mit Rudi Carrell zu Gast gewesen sei und das Paar mit der Familie Kowalke in Kontakt stand. Nach Carrells Tod habe sie einen neuen Lebensmittelpunkt gesucht.

Zehn Jahre später arbeitete sie noch immer dort, inzwischen wurde sie als Oberkellnerin bezeichnet. 2023 sagte sie TAG24, sie gehöre nach 15 Jahren beinahe zum Inventar des Restaurants und bezeichnete die Gastronomie als langjährige Leidenschaft.

Auch am 19. Dezember 2024 berichtete BILD weiterhin direkt aus dem Restaurant und bezeichnete die damals 54-Jährige als Oberkellnerin. Damit ist ihr beruflicher Weg dort über einen ungewöhnlich langen Zeitraum konkret dokumentiert.

Simone Felischak heute: Was tatsächlich bekannt ist

Einen seltenen Einblick in ihren Alltag gab Simone Carrell im Juli 2023 bei einer Buchvorstellung im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten. Sie erklärte gegenüber TAG24, öffentliche Veranstaltungen eher zu meiden. Stattdessen nannte sie Spaziergänge an der Elbe, Reisen an Nord- und Ostsee, Lesen und Fernsehen als Freizeitbeschäftigungen.

Damals lebte sie nach eigener Aussage als Single. Im Dezember 2024 äußerte sie sich erneut zu diesem Thema: Eine neue Beziehung habe sich seit Rudi Carrell nicht ergeben; aktiv suchen wolle sie nicht, grundsätzlich schloss sie eine neue Partnerschaft aber nicht aus. Dieser Stand stammt ausdrücklich aus 2024 und sollte nicht ohne neue Aussage als aktueller Beziehungsstatus für 2026 ausgegeben werden.

Ein 2026 aktualisiertes GALA-Porträt führt Simone Carrell weiterhin als Oberkellnerin eines Fischrestaurants im Hamburger Hafen. Eine noch aktuellere direkte Aussage von ihr zu ihrer Beschäftigung ist in den hier geprüften Quellen jedoch nicht zu finden.

Für häufig gesuchte Angaben zu einem angeblichen Vermögen gibt es ebenfalls keine seriös belegte Summe. Auch ein eindeutig verifiziertes öffentliches Instagram-Profil lässt sich nicht belastbar dokumentieren. Schätzungen oder vermeintliche Social-Media-Konten sollten daher nicht als Fakten übernommen werden.

2026 äußerte sich Rudi Carrells Tochter über das Verhältnis zu Simone

Zum 20. Todestag ihres Vaters sprach Annemieke Kesselaar im Juli 2026 mit BUNTE auch über dessen letzte Ehe. Sie erklärte, schon zu Lebzeiten ihres Vaters wenig Verbindung zu Simone gehabt zu haben; nach seinem Tod sei der Kontakt ganz abgebrochen.

Das ist eine relevante neue Information über die Familienbeziehungen, aber ausdrücklich Annemieke Kesselaars persönliche Sicht. Eine öffentliche Reaktion Simone Carrells auf diese Aussagen ist in den geprüften Quellen nicht dokumentiert. Aus der Aussage einer Familienseite lässt sich deshalb kein objektives Urteil über die damalige Ehe oder das gesamte Verhältnis innerhalb der Familie ableiten.

Gerade darin liegt die Besonderheit der Geschichte von Simone Felischak: Ihr öffentlich nachvollziehbares Leben besteht nicht aus einer nachträglichen Prominentenkarriere. Nach fünf Ehejahren mit einem der prägendsten deutschen Fernsehunterhalter führte ihr Weg zurück in einen Beruf, den sie schon vorher ausgeübt hatte – und dort blieb sie über viele Jahre sichtbar, ohne selbst zum dauerhaften Teil des Showgeschäfts zu werden.

Quellen

storymagazin.de

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