Barbara Schöneberger Mann: Vom Digitalunternehmer zum Kulturförderer

Wer nach „Barbara Schöneberger Mann“ sucht, meint Maximilian von Schierstädt. Seit 2009 ist der Unternehmer mit der Moderatorin verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Kinder. Interessanter als die üblichen Promi-Steckbriefe ist allerdings sein eigener beruflicher Weg: von früher mobiler Kartentechnik über die Familien-App Looping bis zu einer Organisation, die heute Spitzenmusikern historische Stradivari- und Guarneri-Instrumente zugänglich macht.

FaktÖffentlich belegbarer Stand
NameMaximilian von Schierstädt
Bekannt alsEhemann von Barbara Schöneberger, Unternehmer
Beruflicher HintergrundDigitalwirtschaft, Unternehmertum
Eheseit 2009 mit Barbara Schöneberger
Kinderein Sohn, geboren 2010; eine Tochter, geboren 2013
Früheres zentrales Unternehmenfamilynet GmbH / App Looping
Aktuelle dokumentierte TätigkeitFounder & Chairman der Stretton Society
Geburtsdatumnicht verlässlich öffentlich bestätigt

Barbara Schöneberger Mann: Wer ist Maximilian von Schierstädt?

Maximilian von Schierstädt gehört nicht zur Unterhaltungsbranche. Obwohl sein Name regelmäßig im Zusammenhang mit Barbara Schöneberger auftaucht, ist sein eigener Lebenslauf vor allem mit Technologieunternehmen und unternehmerischen Projekten verbunden. Auch 2026 wird das Paar in aktueller Berichterstattung weiterhin als verheiratet geführt; mit den beiden Kindern lebt die Familie in Berlin.

Dass von Schierstädt vergleichsweise selten in Promi-Medien auftaucht, bedeutet nicht, dass er beruflich unsichtbar wäre. 2018 wurde er beispielsweise Mitglied eines Beraterkreises der damaligen Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär. Eine Bundestagsdrucksache führt ihn auch bei einem Treffen mit Bär am 16. Juni 2020 ausdrücklich als „IT-Unternehmer“.

Seine Tech-Karriere begann lange vor der Familien-App Looping

Von Schierstädts Verbindung zur Digitalwirtschaft reicht weiter zurück als sein späteres eigenes Start-up. Dorothee Bär erklärte 2018 gegenüber Bunte, er beschäftige sich bereits seit den späten 1990er-Jahren mit digitalen Themen und habe zum Management des Berliner Kartentechnikunternehmens gate5 gehört.

gate5 war damals keineswegs ein unbedeutendes Projekt. Das Berliner Unternehmen entwickelte Karten-, Routing- und Navigationssoftware. Nokia kündigte die Übernahme im August 2006 an und schloss sie im Oktober ab; die gate5-Plattform wurde unter anderem für die Karten- und Navigationsfunktionen des Nokia N95 genutzt.

Damit bewegte sich von Schierstädt bereits in der mobilen Digitalwirtschaft, bevor Smartphone-Navigation zum selbstverständlichen Alltag gehörte. Später war er auch im digitalen Mediengeschäft tätig und wurde unter anderem mit dem Deutschlandgeschäft des Magazin-Abodienstes Readly in Verbindung gebracht.

familynet und Looping: Vom Wachstum zur Liquidation

2014 wurde die familynet GmbH eingetragen. Ihr bekanntestes Produkt war Looping, eine App, mit der Familien und andere Gruppen gemeinsame Termine, Aufgaben und Erinnerungen organisieren konnten. Bei einer Finanzierungsrunde 2019 bezeichnete die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe Maximilian von Schierstädt offiziell als Gründer und CEO von familynet.

Damals investierte W&W brandpool einen siebenstelligen Betrag. Laut der Investorenmitteilung hatte Looping zu diesem Zeitpunkt rund 700.000 registrierte Nutzer. Wichtig ist die Einordnung: Das war eine Unternehmensangabe aus dem Jahr 2019, keine aktuelle oder unabhängig geprüfte Zahl aktiver Nutzer.

Genau hier sind viele ältere Porträts inzwischen überholt. Öffentlich aufbereitete Handelsregisterdaten zeigen, dass familynet mit Wirkung zum 1. Januar 2024 aufgelöst wurde. Seit dem 6. März 2024 wird von Schierstädt nicht mehr als Geschäftsführer, sondern als Liquidator geführt; die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Eine Liquidation ist dabei nicht automatisch eine Insolvenz, und für die Gründe der Auflösung gibt es keine belastbare öffentliche Erklärung des Unternehmers.

Seltene Geigen statt Familienkalender: sein heutiges öffentliches Projekt

Parallel entstand ein völlig anderes Tätigkeitsfeld. Nach Angaben des Unternehmens gründeten Stephan Jansen, Maximilian von Schierstädt und Johannes von Salmuth 2020 die Stretton Violins GmbH. Sie beschäftigt sich mit der Beratung und Vermittlung seltener historischer Streichinstrumente.

2021 folgte die gemeinnützige Stretton Society. Ihr Modell verbindet Eigentümer bedeutender Instrumente mit ausgewählten Musikern, die dadurch beispielsweise Violinen von Antonio Stradivari oder Giuseppe Guarneri „del Gesù“ spielen können. Zusätzlich unterstützt die Organisation Nachwuchstalente mit Stipendien und Mentoring. Von Schierstädt wird im aktuellen Impressum gemeinsam mit Jansen als Founder & Chairman geführt.

Dieses Engagement brachte ihn sogar auf eine öffentliche Bühne: Am 7. Juni 2024 nahm von Schierstädt in der Philharmonie Luxembourg den Europäischen Initiativpreis für die Stretton Society entgegen. Das Fachmagazin The Strad berichtete, die Organisation sei für ihre Arbeit ausgezeichnet worden, jungen Musikern Zugang zu wertvollen Instrumenten zu ermöglichen.

Wer heute nach dem Beruf von Barbara Schönebergers Mann fragt, sollte ihn deshalb nicht einfach weiterhin als „CEO von familynet“ beschreiben. Für 2026 ist seine Rolle bei der Stretton Society wesentlich aktueller und direkt durch die Organisation selbst dokumentiert.

Ehe mit Barbara Schöneberger: Hochzeit, Kinder und der gemeinsame Name

Barbara Schöneberger und Maximilian von Schierstädt heirateten 2009. Beim Datum der standesamtlichen Hochzeit findet sich online eine kleine Unstimmigkeit: Ein zeitgenössischer Gala-Bericht nennt den 17. Juli 2009 am Chiemsee; der Trivia-Bereich von IMDb führt dagegen den 17. Juni. Die zeitnahe Berichterstattung spricht daher stärker für den 17. Juli.

Eindeutig dokumentiert ist die kirchliche Trauung am 3. Oktober 2009 in Rambow. Auch beim Bundesland schleichen sich online Fehler ein: Einige Profile schreiben Brandenburg, doch die betreffende Dorfkirche liegt bei Moltzow im heutigen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern; zeitgenössisch berichtete die B.Z. ebenfalls von Rambow in Mecklenburg und der anschließenden Feier im nahen Ulrichshusen.

Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn von 2010 und eine Tochter von 2013. Weitergehende identifizierende Angaben hält Schöneberger bewusst aus der Öffentlichkeit. Aktuelle seriöse Berichte beschränken sich ebenfalls auf Geburtsjahre und Familienstand.

Schöneberger nahm nach der Hochzeit den Familiennamen ihres Mannes an und heißt privat Barbara von Schierstädt, tritt beruflich jedoch weiterhin unter ihrem bekannten Namen auf. Im „Käpt’ns Dinner“ sprach sie 2018 außerdem darüber, was sie am familiären Umfeld ihres adeligen Mannes schätzt: insbesondere Gastlichkeit, ein offenes Haus und das enge Zusammenleben verschiedener Generationen.

Alter, Ausbildung und Vermögen: Wo die Quellen an ihre Grenzen kommen

Ein vollständiges, zuverlässig belegtes Geburtsdatum von Maximilian von Schierstädt ist öffentlich nicht dokumentiert. Bunte bezeichnete ihn 2018 als 45 Jahre alt. Daraus lässt sich jedoch ohne Geburtstag kein zweifelsfreies heutiges Alter und auch kein exakter Geburtstag ableiten.

Ähnlich dünn ist die Quellenlage bei Ausbildung, Eltern und Geschwistern. Dafür finden sich keine belastbaren öffentlich zugänglichen Primärquellen, weshalb konkrete Hochschulen, Abschlüsse oder Familienmitglieder nicht seriös ergänzt werden sollten.

Auch ein persönliches Vermögen von Maximilian von Schierstädt ist nicht veröffentlicht. Im Internet kursierende Millionenschätzungen lassen sich nicht verifizieren. Insbesondere darf weder eine siebenstellige Finanzierungsrunde eines Unternehmens noch der Wert historischer Instrumente im Umfeld der Stretton Society mit seinem privaten Vermögen gleichgesetzt werden.

Öffentlich dokumentiert ist dagegen ein bemerkenswerter beruflicher Wandel: Aus dem Digitalunternehmer, der an mobiler Kartentechnik und später einer Familien-App arbeitete, wurde ein Kulturförderer, der 2026 weiterhin an der Spitze der Stretton Society steht. Gerade diese eigene Laufbahn macht Maximilian von Schierstädt interessanter als die bloße Beschreibung „Barbara Schönebergers Mann“.

Quellen

siehe auch : Simone Felischak: Vom Leben mit Rudi Carrell zurück in die Gastronomie

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